Im Museum mit der Nofretete

Wir waren ganz in echt im Neuen Museum, das heißt offline und mit allen Sinnen! Zwar nur zur Vorbereitung für unseren Online-Workshop <Platz da zum Fühlen der Nofretete!> im Rahmen des Projektes “Ausnahmen sind hier die Regel!” des Haus Bastian, aber es war toll! Und hat auch die inklusiven Schulklassen begeistert, mit denen wir daraufhin online gearbeitet haben. Begeistert hat auch die Inklusion auf beiden Seiten: bei Zielgruppe und uns als Kunstvermittler*innen. So ein logisches und einfaches Konzept! Wir brauchen mehr solcher Workshops, denn die heutigen Schüler*innen formen die zukünftige Gesellschaft…und eins können wir über die verraten, die wir in unseren Workshops kennen gelernt haben: Die sind offen, flexibel und machen Inklusion statt darüber zu reden!

Danke für die virtuellen Blumen, liebes Team von Familia Futura! Die Zusammenarbeit hat uns unglaublich viel Spaß gemacht : ) Was für eine tolle Zusammenfassung und Reflektion unser letzten vier Workshops:

“Letzte Woche hatten wir unsere Abschluss-Schulung mit Platz da! Wir haben uns seit April in vier verschiedenen Treffen zusammen mit den Mitarbeiter_innen von Platz da! mit Barrieren im Bereich Sehen, Hören, Bewegen und Lernen beschäftigt und ganz konkret danach gefragt, wie wir solche Barrieren bei Familia*Futura abbauen können. Dabei haben wir sehr, sehr viel gelernt. Einige unserer Gedanken haben wir hier mit euch geteilt:

Die Inklusion aller ist wertvoll für alle.

Inklusion verändert die Perspektive auf die Welt.

Wir wollen Inklusion – jetzt. Und: Inklusion braucht Zeit. Das heißt: diese Zeit muss von Anfang an eingeplant werden. Zum Beispiel mit Fragen wie: welche Perspektiven sind im Team vertreten? In welchen Sprachformen findet die Veranstaltung statt (nur zum Hören, oder auch zum Sehen, Lesen und Fühlen?)

Wir haben auch ganz konkret darüber gesprochen, wie in der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung Barrieren mitgedacht und abgebaut werden können – das beginnt mit dem Internetauftritt, der Erreichbarkeit von Informationen, mit dem Weg zur Veranstaltung und geht weiter bis zur Frage, welche Möglichkeiten für Feedback und Evaluation angeboten werden. Dazwischen gibt es sehr viele Gelegenheiten und Notwendigkeiten, Barrieren abzubauen und Zugänglichkeit zu ermöglichen.

Platz da! bietet Beratungen für Inklusion und barrierefreie Kultur-Vermittlung an. Von uns eine dicke Empfehlung, euch mit den Angeboten von Platz da! vertraut zu machen und sie zu nutzen 😊

Bildbeschreibung: Screenshot vom Zoom-Treffen mit den Teams von Platz da! und Familia*Futura. Es sind elf Personen zu sehen, die unter anderem Luftballons in die Kamera halten. Roter Hintergrund, dazu weißer Text: Eindrücke aus dem Workshop mit Platz da!”

Inklusions-Quiz

Bereits zum Protesttag am 5.5. erschien das Inklusions-Quiz des @Tuechtig, bei dem auch wir eine Frage beigesteuert haben. Mögen viele Unternehmen und Interessierte die Fragen beantworten, lernen und sich bei einer der vielen, tollen mitwirkenden 19 Organisationen weiterführende Beratung holen. Das Quiz gibt es in Alltagssprache, in Leichter und Deutscher Gebärdensprache. Zum Mitmachen einfach auf den Link klicken:

https://khuf.khuf.eu/inklusionsquiz/

Ableismus erkennen und benennen!

Das soll heute, am Protesttag, noch mal gesagt sein, denn die aktuellen Morde an vier Menschen mit „Behinderung“ in Potsdam haben gezeigt, wie wichtig es ist, Ableismus zu erkennen und zu benennen. Wir müssen die Bewertung von Menschen anhand ihrer Fähigkeiten schon im Alltag aufdecken. Da passiert sie nämlich häufig nebenbei und nicht so offensichtlich…und genau da braucht es Menschen, die aufstehen, dies als behindertenfreundlich einordnen und dem*der Diskriminierten zur Seite stehen. Außerdem braucht es dringend die Bereitschaft aller Menschen, die eigene, oft unwissentlich ableistische Sprache zu reflektieren. Denn wie auch bei rassistischen und sexistischen Strukturen, werden wir auch in ableistische hineingeboren und in ihnen sozialisiert.